Lyrikkritikvideos von Noha Abdelrassoul (Saarbrücken) | Alexander Estis (Aarau) | Ricarda Fait (Berlin) | Mariëlle Matthee (Leiden/Berlin) | Regina Menke (Hildesheim) | May Mergenthaler (Columbus, OH/Berlin) | Martin Piekar (Frankfurt) | Şafak Sarıçiçek (Heidelberg) | Erec Schumacher (Berlin) | Lilith Tiefenbacher (Berlin) | Moderation: Asmus Trautsch (Berlin)

Während in Deutschland die Lyrikkritik neuerdings auf Plattformen wie fixpoetry und Sendungen im Öffentlichen Rundfunk verzichten muss, gibt es in Schweden gut finanzierte selbständige Organe der Lyrikkritik und -diskussion. Das ist nicht zuletzt Magnus William-Olsson, dem Stockholmer Dichter und Lyrikkritiker zu verdanken, der die Rolle der Digitalisierung für die Lyrikkritik früh diskutiert und zu nutzen verstanden hat. Kein Wunder, dass auch die Formen der Kritik und der Strukturwandel ihrer Öffentlichkeit im nordischen EU-Land eingehend reflektiert werden. Zu ihnen gehören genau lesende und urteilende Übersetzungen oder freie Seminare und Labore als soziale Formen poetischer Aufmerksamkeit, die auch die Berliner Akademie für Lyrikkritik pflegt. Die Früchte solch gemeinsamen Nachdenkens mit Blick auf schwedische Gegenwartslyrik werden an diesem Abend in neuen Videolyrikkritiken präsentiert. Roberto Galaverni wirft zudem einen kurzen Blick auf die italienische Lyrikkritik der Gegenwart.

Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von der Schwedischen Botschaft und Literaturport.

Lecture Performance zu Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki: Tumor linguae, Edition Korrespondenzen: Wien 2015.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki: Norwids Geliebte, Edition Korrespondenzen: Wien 2019.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Arion, in: Seamus Heaney: Elektrisches Licht / Electric Light, Hanser Verlag: München 2002.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Kacpar Bartczak: Wiersze organiczne, Stowarzyszenie Pisarzy Oddział Łódź 2016.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Urszula Zajączkowska: Piach (Sand), Warstwy: Wroclaw 2020.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Tomasz Różycki: „Vaterland“, in: Der Kerl, der sich die Welt gekauft hat, Edition FotoTapeta: Berlin 2018; sowie in: Sinn und Form 2/2021.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Annie Freud: Hiddensee, Picador: London 2021.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Julia Cimafiejeva: Zirkus, edition.fotoTAPETA: Berlin 2019.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Peformance zu Hannah Sullivan: Three Poems, Faber & Faber: London 2020.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Zbyszek Cwojdziński: Wybór poezji (Ausgewählte Gedichte), Szary wydawca: Wrocław 2021.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Ryszard Krynicki: Wunde der Wahrheit, Suhrkamp: Frankfurt a. M.1991.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Nii Ayikwei Parkes: The Geez, Peepal Tree Press: Leeds (Yorkshire) 2020.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Adam Zagajewski: „Das Zimmer“, Tadeusz Dąbrowski: „Das zeitgenössische Gedicht“, Adam Wiedemann: „Die Ästhetik des Wortes“, Jakobe Mansztajn: „Erzählung“, Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki: „(ohne Titel)“, Jacek Podsiadłos: „(ohne Titel)“, Wisława Szymborska: „Perspektive“, Bronka Nowicka: „So ein Traum“, Marta Podgórnik: „luxemburg und andere Gedichte“, Agnieszka Wolny-Hamkało: „Grassprache“, Joanna Mueller: „kardioakkorde“
Alle Gedichte auf lyrikline.org
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Emad Abu Saleh: جمال كافر (Atheistische Schönheit), Selbstverlag, 2005.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Misheel Enkh-Amgalan: Es brüllt durch die Atmosphäre, Re:sonar Verlag: Hannover 2020.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance von Katarzyna Fetlińska – Gedichte: „In Absentia, 2000“, in: Glossolalia, Biuro Literackie: Wrocław 2012. „awkwardfamilyphotos.com” und „Last minute“, in: Sekstaśmy, Biuro Literackie: Wrocław 2015.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Ilya Kaminsky: Deaf Republic, Graywolf Press: Minneapolis 2019.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Denise Riley: Cruelty Without Beauty, in: Monika Rinck: Champagner für die Pferde, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2019.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Robert Lax: Poems 1962-1997, Wave Books: Seattle 2013.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.

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Die russischsprachige Gegenwartslyrik speist sich, so Kirill Korchagin, vor allem aus dem Spannungsfeld zweier moderner Traditionen: dem Konzeptualismus und dem Metarealismus. Während die Konzeptualisten Diskursmaterial bearbeiten und die Sprecherposition in ein „Flimmern“ auflösen, sehen Metarealisten eher die Erweiterung der Darstellung der verflochtenen Elemente spätmoderner Wirklichkeit als Erkenntnisaufgabe zeitgenössischer Dichtung. Diese Strömungen produzieren vielfache Abweichungen und Transformationen. Neue Positionen entstehen, durch die Digitalisierung nicht nur in den Metropolen Moskau und St. Petersburg. Die wachsende Vielfalt der Lyrik aus Russland ist dank einiger ÜbersetzerInnen an herausragenden Beispielen im deutschsprachigen Raum nachvollziehbar. Die Akademie für Lyrikkritik nimmt diese faszinierende Poesie und ihre lyrikkritischen Debatten in den Blick und würdigt sie in Videos kritisch. Magnus William-Olsson spricht abschließend noch über performative Lyrikkritik in Schweden, dem nächsten Fokus-Land der Akademie.

Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und Literaturport.

Gespräch mit Jan Wagner Dichter und Übersetzer, Berlin | Sarah Howe Dichterin und Lyrikkritikerin, London | Moderation: Christian Metz Literaturwissenschaftler und -kritiker, München

Einführung: Asmus Trautsch Dichter und Leiter der Akademie für Lyrikkritik

Die Gegenwartslyrik ist polyglott: Dichterinnen und Dichter schreiben aus diversen Sprachhintergründen, viele arbeiten mehrsprachig. Internationale Kollaborationen, gerade innerhalb Europas, blühen, was sich auch in gemeinsamen Publikationen wie der Anthologie Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas niederschlägt. Dichtung aus anderen Sprachen wird in großer Zahl übersetzt, rezipiert und ausgezeichnet. Zugleich erweitert sich Poesie medial: Sie wird performativ und in digitalen Formaten, Journalen, Chap-Books oder auf Flyern, T-Shirts und Hauswänden präsentiert.

Wie reagiert die Lyrikkritik auf diese vielsprachig-pluralen und multimedialen Dimensionen der zeitgenössischen Poesie? Muss sie selbst internationaler werden und einem hiesigen Publikum lyrische Aktualität aus anderen Regionen verstärkt nahebringen? Welche neuen lyrikkritischen Formate können die Sache der Dichtung stärker in die Öffentlichkeit tragen, von Tweets bis zu Pecha Kuchas? Wie sieht es überhaupt in anderen Ländern und Sprachräumen mit der Lyrikkritik aus. Und wie können unterschiedliche Szenen der Lyrik und ihrer Kritik, wie die in Großbritannien und die im deutschsprachigen Raum, voneinander lernen?

Über diese Fragen und europäische Perspektiven der Lyrikkritik diskutieren Jan Wagner, Sarah Howe und Christian Metz. Die Online-Diskussion wird gerahmt von ausgewählten Highlights der Pecha Kuchas zur Lyrikkritik aus den ersten zwei Jahren der Akademie für Lyrikkritik.

Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport

Lyrikkritikvideos von Noha Abdelrassoul | Alexander Estis | Ricarda Fait | Mariëlle Matthee | Regina Menke | May Mergenthaler | Şafak Sarıçiçek | Erec Schumacher | Lilith Tiefenbacher | Einführung: Asmus Trautsch

Die Akademie für Lyrikkritik hat im Januar ihre europäische Perspektiven mit einer neuen Gruppe von LyrikkritikerInnen und einem Blick nach Großbritannien eröffnet. In einem Workshop mit der aus Hong Kong stammenden englischen Dichterin und Kritikerin Sarah Howe wurden die vielfältigen Formen der Lyrikkritik im Vereinigten Königreich von pointierten Kurzkritiken bis zu langen Werkessays ebenso diskutiert wie verbreitete Stilvarianten und die unterschiedlichen Publikationsorte bzw. Medien von großen Tageszeitungen über Online-Journale bis zu Vlogs. Auch die Rolle und Position der LyrikkritikerInnen in der Gesellschaft wurde zum Thema, das die Akademie für Lyrikkritik künftig noch stärker reflektieren wird. Am heutigen Abend präsentieren die TeilnehmerInnen neue Lyrikkritiken im Videoformat und schauen über den deutschsprachigen Poesiemarkt auf zumeist neuere Gedichte von AutorInnen aus Belarus, Ghana, der Mongolei, Vietnam, Ukraine, den USA, Irland und Großbritannien. Zudem wird die polnische Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin Joanna Orska im Gespräch Schlaglichter auf die aktuelle Lyrikkritik in Polen werfen.

Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport

Lyrikkritikvideos von Noha Abdelrassoul Saarbrücken | Alexander Estis Aarau | Ricarda Fait Berlin | Mariëlle Matthee Leiden/Berlin | Regina Menke Hildesheim | May Mergenthaler Columbus, OH/Berlin | Martin Piekar Frankfurt | Şafak Sarıçiçek Heidelberg | Erec Schumacher Berlin | Lilith Tiefenbacher Berlin | Moderation: Asmus Trautsch Berlin

Aktuelle lyrikkritische Debatten aus Polen stehen im Zentrum der aktuellen Akademiearbeit, zuletzt auf einem Workshop mit der Lyrikkritikerin und Literaturwissenschaftlerin Joanna Orska aus Wrocław. Es ging um die Entwicklung der Lyrik und des lyrikkritischen Diskurses seit 1990, um die Relevanz feministischer Perspektiven für die Reflexion zeitgenössischer Poesie und politisch engagierte Poetiken der Gegenwart unter der PiS-Regierung. Dabei zeigten sich Verbindungslinien wie klare Unterschiede zwischen deutschsprachigen und polnischen Debatten in der gegenwärtigen Lyrikkritik. Die TeilnehmerInnen der Akademie nehmen die Debatten und poetischen Positionen aus Polen auf und präsentieren Videolyrikkritiken polnischer und internationaler Gegenwartsdichtung. In einem kurzen Gespräch skizziert abschließend der Moskauer Lyrikkritiker Kirill Korchagin Grundzüge aktueller Lyrikkritik in Russland: das Thema des kommenden Workshops.

Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.