Unter dem Motto „Da liegt Europa“ untersucht das 22. poesiefestival berlin vom 11. bis zum 17. Juni 2021 die Poesie Europas in ihrer Formen- und Sprachenvielfalt und baut trotz Pandemie poetische Brücken über den Kontinent. Vielsprachigkeit, die Ambivalenz von Sprachenpolitik zu den Sprachen, Migration und Diaspora bilden die thematischen Linien, entlang derer das Festival Europa auf den Prüfstand stellen und über die Poesie gemeinsame Nenner finden möchte. 150 Mitwirkende aus rund 40 Ländern kommen während des Festivals in digitalen Lesungen, Gesprächen, Konzerten und Workshops zusammen.
Das Festival findet online statt auf poesiefestival.org

Das 22. poesiefestival berlin ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Auswärtigen Amts. Mit freundlicher Unterstützung durch die Alfred Ritter GmbH & Co. KG und das Goethe-Institut. Präsentiert von Der Freitag, taz, BÜCHERmagazin, tip Berlin/ EXBERLINER, rbbKultur, Deutschlandfunk Kultur, ASK HELMUT und SINN UND FORM.

Roger Robinson liest „A Portable Paradise“. Robinson ist Teil der Veranstaltung „Unerhörte Poesie“ beim 22. poesiefestival berlin.

Während in vielen Ländern Europas die Akzeptanz nicht-heteronormativer Sexualitäten und Identitäten wächst, nehmen andernorts im gleichen Maße gesellschaftliche und politische Diskriminierung zu. In QUEER-BODIED VOICES befassen sich Dichter*innen befassen mit der Rolle der Lyrik in der derzeitigen Situation und sprechen über Körper, Poesie und Identität. Kurator Ricardo Domeneck gibt hier eine Einführung.

Das 22. poesiefestival berlin wird eröffnet mit WELTKLANG – NACHT DER POESIE. Neun DichterInnen aus aller Welt lesen, singen und performen in ihren sieben Muttersprachen. Hier erzählen Chus Pato, Ben Lerner, Judith Zander, Marko Tomaš und Hannah Lowe vorab, was die Idee „Weltklang“ für sie bedeutet.

Mit dem Gedicht „Alles bewoonbaar“ (dt. Alles bewohnbar) reagierte Marieke Lucas Rijneveld auf die Debatte um die Übersetzung von Amanda Gormans Gedichtband ins Niederländische. Nachdem Kritik an dem Umstand laut geworden war, dass eine weiße Person die Gedichte der afroamerikanischen Schriftstellerin Gorman übersetzen sollte, gab Marieke Lucas Rijneveld den Auftrag zurück und antwortete mit diesem Gedicht.
Für die Eröffnung des digitalen 22. poesiefestival berlin hat Marieke Lucas Rijneveld das Gedicht für uns eingelesen.

Lyrikkritikvideos von Noha Abdelrassoul (Saarbrücken) | Alexander Estis (Aarau) | Ricarda Fait (Berlin) | Mariëlle Matthee (Leiden/Berlin) | Regina Menke (Hildesheim) | May Mergenthaler (Columbus, OH/Berlin) | Martin Piekar (Frankfurt) | Şafak Sarıçiçek (Heidelberg) | Erec Schumacher (Berlin) | Lilith Tiefenbacher (Berlin) | Moderation: Asmus Trautsch (Berlin)

Während in Deutschland die Lyrikkritik neuerdings auf Plattformen wie fixpoetry und Sendungen im Öffentlichen Rundfunk verzichten muss, gibt es in Schweden gut finanzierte selbständige Organe der Lyrikkritik und -diskussion. Das ist nicht zuletzt Magnus William-Olsson, dem Stockholmer Dichter und Lyrikkritiker zu verdanken, der die Rolle der Digitalisierung für die Lyrikkritik früh diskutiert und zu nutzen verstanden hat. Kein Wunder, dass auch die Formen der Kritik und der Strukturwandel ihrer Öffentlichkeit im nordischen EU-Land eingehend reflektiert werden. Zu ihnen gehören genau lesende und urteilende Übersetzungen oder freie Seminare und Labore als soziale Formen poetischer Aufmerksamkeit, die auch die Berliner Akademie für Lyrikkritik pflegt. Die Früchte solch gemeinsamen Nachdenkens mit Blick auf schwedische Gegenwartslyrik werden an diesem Abend in neuen Videolyrikkritiken präsentiert. Roberto Galaverni wirft zudem einen kurzen Blick auf die italienische Lyrikkritik der Gegenwart.

Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von der Schwedischen Botschaft und Literaturport.

Lecture Performance zu Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki: Norwids Geliebte, Edition Korrespondenzen: Wien 2019.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki: Tumor linguae, Edition Korrespondenzen: Wien 2015.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Arion, in: Seamus Heaney: Elektrisches Licht / Electric Light, Hanser Verlag: München 2002.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Kacpar Bartczak: Wiersze organiczne, Stowarzyszenie Pisarzy Oddział Łódź 2016.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Urszula Zajączkowska: Piach (Sand), Warstwy: Wroclaw 2020.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Tomasz Różycki: „Vaterland“, in: Der Kerl, der sich die Welt gekauft hat, Edition FotoTapeta: Berlin 2018; sowie in: Sinn und Form 2/2021.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Annie Freud: Hiddensee, Picador: London 2021.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Julia Cimafiejeva: Zirkus, edition.fotoTAPETA: Berlin 2019.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Peformance zu Hannah Sullivan: Three Poems, Faber & Faber: London 2020.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Ryszard Krynicki: Wunde der Wahrheit, Suhrkamp: Frankfurt a. M.1991.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Zbyszek Cwojdziński: Wybór poezji (Ausgewählte Gedichte), Szary wydawca: Wrocław 2021.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Nii Ayikwei Parkes: The Geez, Peepal Tree Press: Leeds (Yorkshire) 2020.
Die Akademie für Lyrikkritik am Haus für Poesie wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von Literaturport.
Lecture Performance zu Adam Zagajewski: „Das Zimmer“, Tadeusz Dąbrowski: „Das zeitgenössische Gedicht“, Adam Wiedemann: „Die Ästhetik des Wortes“, Jakobe Mansztajn: „Erzählung“, Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki: „(ohne Titel)“, Jacek Podsiadłos: „(ohne Titel)“, Wisława Szymborska: „Perspektive“, Bronka Nowicka: „So ein Traum“, Marta Podgórnik: „luxemburg und andere Gedichte“, Agnieszka Wolny-Hamkało: „Grassprache“, Joanna Mueller: „kardioakkorde“
Alle Gedichte auf lyrikline.org
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Lecture Performance zu Emad Abu Saleh: جمال كافر (Atheistische Schönheit), Selbstverlag, 2005.
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Lecture Performance zu Misheel Enkh-Amgalan: Es brüllt durch die Atmosphäre, Re:sonar Verlag: Hannover 2020.
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Lecture Performance von Katarzyna Fetlińska – Gedichte: „In Absentia, 2000“, in: Glossolalia, Biuro Literackie: Wrocław 2012. „awkwardfamilyphotos.com” und „Last minute“, in: Sekstaśmy, Biuro Literackie: Wrocław 2015.
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Lecture Performance zu Ilya Kaminsky: Deaf Republic, Graywolf Press: Minneapolis 2019.
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Lecture Performance zu Denise Riley: Cruelty Without Beauty, in: Monika Rinck: Champagner für die Pferde, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2019.
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